Zur Linderung eignet sich häufig eine Wärmecreme hier eine gute Auswahl von Amazon. Wir wünschen eine gute Besserung.

Leistenhernie

Wenn Baucheingeweiden durch den Leistenkanal oberhalb des Leistenbandes durchtreten, dann wird von einer Leistenhernie gesprochen. Bei Leistenhernien unterscheidet man zwischen direkten und indirekten Leistenbrüchen.

Die direkte Leistenhernie ist absolut in jedem Fall erworben. Die Bruchpforte liegt im Hesselbach-Dreieck, einer besonderen Schwachstelle der Bauchwand. Die Stabilität wird hierbei maßgeblich von der Fascia transversalis aufrecht erhalten. Der Bruchsack findet Anschluss an den Leistenkanal und verläuft medial des Samenstranges.

Bei der indirekten Leistenhernie kann eine angeborene oder eine erworbene Schwäche verantwortlich sein. Vor allem Männer leiden an der indirekten Leistenhernie. Die Bruchpforte ist immer der Anulus inguinalis profundus. Der Bruch verläuft komplett durch den Leistenkanal.

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch eine klinische Untersuchung. In den meisten Fällen werden Leistenhernien zuhause entdeckt, da eine Vorwölbung auftritt. Sollte der Bruch noch nicht durchgetreten sein, dann können Leistenschmerzen die ersten Symptome sein. Diese äußern sich vor allem durch Ziehen bei Bewegungen. Es müssen natürlich weitere Untersuchungen angestellt werden, um zu einer Diagnose zu gelangen und eine Leistenzerrung auszuschließen.

Wird die Diagnose eines Leistenbruches gestellt, so stehen prinzipiell die Indikatoren zur elektiven chirurgischen Therapie. Da die Einklemmung von Organen ein besonders hohes Risiko darstellt, sollte mit der Operation nicht allzu lange gewartet werden. Konservative Methoden, wie Bruchbänder oder andere Maßnahmen sollten stets der Vergangenheit angehören, da es mittlerweile Verfahren gibt, die gute Heilungschancen versprechen. Alleinig, wenn der Patient sich in einem nicht operablen Zustand befindet, sollte auf diese Methoden zurückgegriffen werden.


Ergebnisse einer Operation

Der Erfolg einer Operation ist vor allem durch das Ausbleiben eines Wiederauftretens der Hernie und Schmerzfreiheit definiert. Es kann nach absolut allen Formen der Hernie zu einem erneuten Durchbruch kommen. Etwa 40 % der Rezidive treten innerhalb des ersten postoperativen Jahres auf. Unabhängig von der Operationsart liegt die Rezidivquote bei 0,7 bis 10%. Bis zu 40 % könnten jedoch Schmerzen durch Nervenirritationen vorkommen. In den meisten Fällen sind dies jedoch Schmerzzustände, die nach einer Weile vorübergehen. Sehr selten sind Verletzungen des Samenstranges zusammen mit seinen Gefäßen. Viele Studien haben bereits gezeigt, dass es nach der laparoskopischen Methode zu deutlich weniger Schmerzzuständen kommt. Daher wird auch immer öfter diese Methode angeraten und vom Patienten ausgewählt. Weiterhin kann nach einem lapaoroskopischen Vorgehen viel schneller wieder gearbeitet werden. Auch sportlichen Aktivitäten kann nach einer kürzen Weile wieder nachgegangen werden. Die Schonzeit ist also insgesamt wesentlich geringer. Letzten Endes muss jedoch jeder Patient zusammen mit dem zuständigen Arzt die Methode auswählen, die am besten geeignet ist.