Zur Linderung eignet sich häufig eine Wärmecreme hier eine gute Auswahl von Amazon. Wir wünschen eine gute Besserung.

Leistenbruch

Auf dem Bild ist die Leiste eines Mannes zu sehen und ein Leistenbruch ist auf der Linken Seite.

Leistenbruch

Unter einem Leistenbruch versteht man ein Eingeweidebruch im Bereich des Leistenkanals. Die feste äußere Hülle der Körperhöhlen werden durch Sehnen, Bindegewebe und Muskeln gebildet. Sollten an diesen Stellen Schwachstellen entstehen, dann kommt es zu Lücken, die dann als Brüche oder Hernien bezeichnet werden. Neben dem Narben-, Schenkel- und Nabelbruch gehört der Leistenbruch zu den häufigsten Hernien. Er kann bei Frauen und Männern jeder Altersklasse auftreten, jedoch wird diese Krankheit als typisches Männerproblem angesehen. Dies kann auch deutliche am Verhältnis Männer : Frauen = 9:1 abgelesen werden. Der Leistenbruch kommt bei Kindern zu etwa 1-3 % vor. Üblicherweise erfolgt eine chirurgische Behandlung. Diese sollte rechtzeitig erfolgen, da es ansonsten zu lebensbedrohlichen Einklemmungen mit Absterben des Darms kommen kann.

Klassifikation einer Leistenzerrung


Man unterscheidet nach der Lokalisation der Bruchpforte laterale und mediale Leistenbrüche. Oftmals werden diese auch als indirekte oder direkte Leistenbrüche bezeichnet. Unter einem medialen Leistenbruch versteht man einen Bruch, der sich durch die Leistenkanalhinterwand und nicht durch den inneren Leistenring zieht. Indirekte oder laterale Leistenbrüche gelangen durch den inneren Leistenring in den Leistenkanal und liegen lateral der epigastrischen Gefäße. Für die moderne Leistenbruchchirurgie spielt dies jedoch keine erhebliche Rolle.

Ursachen und Risikofaktoren

Auf der Leistenregion lastet immer ein bestimmter Druck, der durch die Bauchmuskulatur und die Bauchorgane hervorgerufen wird. Ein Leistenbruch entsteht meistens, wenn wir etwas schweres hochheben, husten, pressen oder niesen. Bei diesen Aktivitäten erhöht sich nämlich der Druck im Bauch. Die kräftigen Muskeln sorgen in der Regel dafür, dass die Leistenregion keine Probleme bereitet. Wird der Druck jedoch zu groß, dann gibt das Bindegewebe nach und das Bauchfell sackt durch die entstandene Bruchpforte ab. Im Bruchsack, der nun entstanden ist, können Teile des Darms und manchmal auch innere Organe hineingezwängt werden. Äußerlich wird dann eine Ausstülpung im Bereich der Leiste erkennbar. Dies wird dann als Leistenbruch bezeichnet.

Die indirekte Leistenhernie kann auch angeboren sein, sodass sie oftmals Kinder oder jüngere Menschen betrifft. Da bei dieser Form der Bruchsack durch den Leistenring verläuft und dieser von Geburt an ein wenig erweitert sein kann, kommt es oftmals zu Problemen. Männer sind ohnehin vorbelastet, da bei einem männlichen Fötus die Hoden bis zur Geburt aus dem Bauchraum durch den Leistenkanal in den Genitalbereich wandern. Sollte sich der Kanal danach nicht verschließen, dann wird die vorhandenen Lücke für eine Begünstigung eines Leistenbruches führen. Weiterhin kann es dazu kommen, dass der Kanal zwar verschlossen wird, jedoch später nochmal ein wenig geöffnet wird.

Die direkte Leistenhernie ist erworben. Der Bereich der Hinterwand des Leistenkanals ist mit einer Bindegewebsschwäche belastet, sodass sich der Bruchsack durchzwängen kann. Es liegt eine physiologische Schwachstelle vor, an der sich kein Muskel befindet. Das Leistengewebe gibt an dieser Stelle unter zu starker Belastung nach. Vor allem das Alter wirkt sich für diese Form begünstigend aus. Je älter man wird, umso schwächer wird das Bindegewebe. Daher leiden ältere Menschen besonders häufig am direkten Leistenbruch.

Übergewicht, Prostatavergrößerungen, Verstopfungen und Schwangerschaften erhöhen das Risiko eines Leistenbruches, da dann der Druck im Bauchraum ohnehin erhöht ist. Aber auch bei ständigem Husten kann eine Leistenhernie entstehen. Das Tragen schwerer Lasten übt ebenfalls Druck auf die Leistenregion aus. Ärzte haben bereits beobachtet, dass bei Frühgeborenen mit einem Hodenhochstand ein Leistenbruch häufiger vorkommt.

Sportler klagen des Öfteren über Schmerzen in der Leiste. Hier steckt jedoch meistens kein Leistenbruch dahinter, sondern eine beginnende Vorwölbung der Leistenkanalhinterwand. Dies wird auch als weiche Leiste bezeichnet. Hieraus kann sich jedoch schnell ein Leistenbruch entwickeln.

Solange nur leichte Beschwerden verursacht werden, ist eine Hernie meist harmlos. Es besteht nichtsdestotrotz die Gefahr, dass der Bruchinhalt eingeklemmt wird. Sollte ein Stück Darm in der Ausstülpung festhängen, dann fließt an dieser Stelle zu wenig Blut durch das Gewebe. Schlimmstenfalls kann dieses dann absterben. Daher sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, sobald eine Schwellung der Leiste bemerkt wird. Sollten zusätzlich starke Schmerzen auftreten, muss unmittelbar ein Arzt aufgesucht werden, da es sich dann um eine eingeklemmte Leistenhernie handeln kann. Diese stellt einen Notfall dar, der direkt operiert werden muss. In manchen Fällen kann der Leistenbruch bis zum Hodensack reichen, wodurch dieser sich dann anschließend vergrößern wird.