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Leistenzerrung

Leistenzerrung

Leistenzerrung


Unter einer Leistenzerrung versteht man eine Verletzung oder Überdehnung bestimmter Muskelfasern und Sehnen, die durch plötzliche Seitwärtsbewegungen entstehen können. Die Leistenzerrung kommt besonders häufig bei Sportlern vor. Oftmals leiden Schwimmer, Fußballer, Skifahrer und Hürdenläufer unter dieser Zerrung. Es besteht ein hohes Risiko bei nahezu allen Sportarten, bei denen intensive Beinarbeit betrieben wird.

Eine Leistenzerrung kann sehr schmerzhaft sein, da normalerweise unterschiedliche Muskelpartien und Sehnenansätze im Bereich von Leiste und Oberschenkel betroffen sind. Unter anderem sind diese Muskeln für das Heranziehen der Beine notwendig. Da es verschiedene Formen der Leistenzerrung gibt, muss zwischen drei Graden der Ausprägung unterschieden werden.

Formen der Leistenzerrung

1. Grades versteht man eine Überdehnung, von der weniger als fünf Prozent der Fasern betroffen sind. Diese Fasern werden auch als Adduktorenfasern bezeichnet. Sollte eine Leistenzerrung

2. Grades vorliegen, dann bestehen die Muskelfaserrisse an mehr als fünf Prozent der Adduktorenfasern. Bei geringer Belastung sind Bewegungen der betroffenen Muskelgruppen bereits sehr schmerzhaft. Sollte die Zerrung ausgeprägte Muskelfaserrisse mit sich bringen, dann wird von einer Leistenzerrung

3. Grades gesprochen. Die Schmerzen fühlen sich wie Stiche an und außerdem kann es zu starken Blutergüssen kommen.

Ursachen der Leistenzerrung

In den meisten Fällen entstehen Leistenzerrungen nach plötzlichen Seitwärtsbewegungen, die dann zu einer Überlastung führen. Aus diesem Grund leiden auch meistens Leistungssportler unter dieser Verletzung. Sobald viel Beinarbeit gefordert ist, erhöht sich das Risiko sich eine Leistenzerrung zu zuziehen. Es gibt jedoch auch weitere Faktoren, die eine Leistenzerrung begünstigen. Angeborene Hüftfehlstellungen und Beckenschiefstände, die als Folge eine unterschiedliche Beinlänge mit sich bringen, stehen hierbei im Vordergrund. Insbesondere bei körperlicher Belastung werden die Schmerzen besonders stark auffallen. Bei einer Leistenzerrung treten diese an der Oberschenkelinnenseite auf.

Wie wird eine Leistenzerrung behandelt?

Erst einmal müssen dem Arzt alle Beschwerden mitgeteilt werden, sodass dieser den Schweregrad ermitteln kann. Die Behandlung orientiert sich dann am individuellen Beschwerdebild. Unabhängig vom Schweregrad der Leistenzerrung wird er zunächst eine Sofortmaßnahme einleiten, die unmittelbar erfolgen sollte. Sollte die Leistenzerrung während dem Sport entstanden sein, dann muss die Betätigung direkt abgebrochen werden. Ansonsten kann es zu einer Verschlimmerung kommen, was wiederum heißt, dass die Heilungsphase länger dauern wird. Die Beine sollten direkt hochgelegt werden, sodass die Muskulatur und die Sehnen entlastet werden. Darüber hinaus wirkt sich das Kühlen des Schmerzbereiches besonders positiv auf die Zerrung aus. Hierbei kann einfach eine Eiskompresse angelegt werden. Hämatome und Schwellungen werden auf diese Weise vermieden oder zumindest reduziert.

Darüber hinaus sollten bestimmte therapeutische Maßnahmen ergriffen werden, die sich je nach Beschwerdebild unterschiedlich gestalten können. Krankengymnastische bzw. physiotherapeutische Maßnahmen helfen beim Heilungsprozess besonders gut. Aber auch physikalische Therapien, wie Wärmebehandlungen gehören zum allgemeinen Therapieprogramm, welches bei einer Leistenzerrung zum Einsatz kommt. Sollte eine medizinische Notwendigkeit bestehen dann kann die Leistenzerrung außerdem mit bestimmten Medikamenten behandelt werden.

Der Wiedereinstieg in den Sport sollte erst wieder nach vollständiger Heilung erfolgen. Vor allem, wenn die Sportart schwere körperliche Betätigungen mit sich bringt, muss gut aufgepasst werden, dass es zu keiner erneuten Zerrung kommt. Zusammen mit dem Arzt wird dieser Zeitpunkt abgestimmt. Es kann also kein genauer Zeitpunkt genannt werden. Sollte man wieder zu früh in den Sport einsteigen, dann kann dies zu einer chronischen Leistenzerrung führen. Sollten also Schmerzen während der Belastung auftreten ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass die Leistenzerrung nicht ganz ausgeheilt ist. Da sich eine Leistenzerrung auch durch Krämpfe äußern kann, sollte der Sport auch in diesem Fall abgebrochen werden. Sollten keine Schmerzen mehr auftreten, dann muss wieder langsam in das Training eingestiegen werden.

Wer auf seine Gesundheit achtet, sollte Verletzungen an der Leiste egal ob vom Laufen, Fußball oder anderem Sport untersuchen lassen. Besonders häufig tretten Verletzungen an Adduktoren beim Laufen oder beim Fußball auf. Um die Gesundheit zu schützen sollten einige Wochen auf Sport verzichtet werden und beim wieder Anfangen das Stretching und Dehnen mit den richtigen Übungen nicht vergessen werden. Besonders wichtig ist das Dehnen der Innenseite und der Oberschenkelmuskulatur.